Mola_©-BIERLING-683x1024 Mola

Freitag, 8. Oktober (live, presented by BY.on)

Die Sängerin Mola zeichnet in ihrer Musik die ungeschönte Antithese zu einer rosaroten Welt. Es ist ein musikalischer und textlicher Gegenentwurf zur bloßen Funktionalität, die in den letzten Jahren allgegenwärtig wurde. Anti- statt BubblePop.

Wenn Künstlerinnen und Künstler ihre neuen Werke veröffentlichen tendiert man schnell dazu, den neuen musikalischen Output als „Weiterentwicklung“ ihrer Kunst zu titulieren. Bei vielen wird nach dem ersten Mal hören klar: Veränderung ist dort eher als Euphemismus für „anders“ zu verstehen – nichts für ungut. Bei Mola dagegen kann man schon mal neidlos anerkennen: die Psycho Girl EP ist eine künstlerische Weiterentwicklung auf so ziemlich allen Ebenen: Es geht um Liebe und darum eigene Schwächen als Stärken zu verstehen. Natürlich werden diese Themen mit der Mola-typischen und charmanten „fickt euch“ Attitüde vorgetragen. Die EP ist eine Bestandsaufnahme seit dem Vorgänger „Blaue Brille“, auf der Mola einen Schlussstrich unter Trennungsschmerz, Selbsthass und betrunkene Orientierungslosigkeit im Morgengrauen ziehen wollte. Im Vergleich dazu ist Psycho Girl der musikalische Morgen danach. Klar, man hat einen heftigen Kater aber daheim ist jemand, der auf dich gewartet hat und jetzt für dich da ist, obwohl ihr euch gestern noch dicht gefetzt habt. Neben dieser spürbaren emotionalen Stabilität macht sich auch ein musikalisches Selbstbewusstsein bemerkbar.

Mit dem Werk zeigt Mola sich selbst und euch was musikalisch und persönlich in ihr steckt und es ist nicht übertrieben zu sagen, dass diese Weiterentwicklung erst der Anfang war.

https://www.instagram.com/molamusic/